THE OFFICE STORY // FOTOSTUDIO
- mikewenski
- 16. Mai 2019
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Vom Nebengebäude zum Kreativ-Headquarter:
Die Geschichte meines Studios in Hattersheim

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe es, Dinge mit den Händen zu tun. Das trifft nicht nur auf meine Arbeit als Werbefotograf zu, sondern auch etwas zu bauen, zu erschaffen und zuzupacken - einfach handwerkliche Arbeiten in Haus und im Garten selbst zu machen. Klar reicht es mir da nicht, mich nur in den eigenen vier Wänden zu verwirklichen - auch mein Arbeitsplatz sollte ein Platz werden, an dem ich kreativ werden kann und ich mich wohlfühle. Da Viele denken, wenn ich von "Homeoffice" spreche, dass ich den ganzen Tag am Wohnzimmertisch mit aufgeklapptem Laptop sitze, zeige ich euch heute wie und wo ich arbeite, und vor allem wie es überhaupt dazu kam.
Die "Grundsteinlegung" im Garten (2011–2012)
Grundsteinlegung ist vielleicht nicht gerade der passende Begriff, obwohl mit meinem eigenen kleinen Reich, das Fundament meines Unternehmens gelegt habe - auch wenn dieses Fundament schon vorher da war. 2011 zog es mich, wie könnte es auch anders sein, durch die Liebe nach Hattersheim. Vorher hatte ich meine Ausbildung im Fotostudio Aschaffenburg und unter der Handwerkskammer Unterfranken absolviert, und wohnte noch bei meinen Eltern in Seligenstadt. Auf jeden Fall stand auf unserem Grundstück direkt neben dem Wohnhaus ein kleines Nebengebäude, welches früher als Garage genutzt wurde, aber aufgrund einer neuen Hofeinfahrt keine Verwendung mehr fand - bzw. es wurde genutzt um ein paar Gartengeräten und alten Gartenstuhlsitzauflagen ein Obdach zu gewähren. Es war nicht sonderlich schön, hatte sogar noch ein elektrisches Rolltor, aber es hatte auf definitiv Potenzial. 2012 fiel der Startschuss für die komplette Metamorphose: Eine Kernsanierung stand an. Wände wurden eingezogen, ein neuer Fußboden verlegt, eine Glasfront mit Tür eingebaut und eine Heizung installiert. Aus einem einfachen Lagerraum wurde mein ganz persönliches Büro.
Wachstum und ein immrgrünes Bürodach (2015)

Da es damals recht schnell gehen musste und ich meine neu gewonnenen Kunden im Einzugsgebiet Frankfurt möglichst zügig hochwertige Dienstleistungen, zunächst als Eventfotograf, anbieten wollte, wurde mein Büro 2012 eher praktisch als komfortabel eingerichtet. Jetzt war es höchste Zeit für den zweiten Bauabschnitt und so haben wir 2016 das Dach komplett erneuert und eine ordentliche Wärmedämmung eingebaut – schließlich soll es auch bei langen Bearbeitungs-Nächten im Winter gemütlich bleiben. Nicht nur aus optischen Gründen, habe ich mich für ein autarkes, vollständig bepflanztes Gründach entschieden, und was soll ich sagen: Mittlerweile ist das Dach durchgehend mit Gräsern, Sukkulenten, Steingartenpflanzen und Schnittlauch bewachsen. Im Sommer tummeln sich Eichhörnchen, Bienen und Hummeln und Vögel darauf - und das wichtigste: Selbst im heißen Hochsommer steigen die Temperaturen im Büro nicht höher als 24 Grad. Eine absolute Win-Win-Situation!
In gleichem Atemzug haben wir eine Zwischenwand entfernt, das Büro um gut 10qm erweitert und neben der heißbegehrten Kaffeeküche mit frischem Siebträgerespresso, einen weiteren Arbeitsplatz für Auszubildende und Praktikanten geschaffen.
Zurück zu den Wurzeln und wie alles begann (2017)

2017 kam ein echtes Highlight hinzu: der Ausbau meiner eigenen Dunkelkammer. Initialzündung hierfür war meine Reise nach Budapest, zusammen mit meinem damaligen Abschlussjahrgang der Auszubildenden im Fotografenhandwerk. Ich hatte für die Klasse einige Workshops vorbereitet, darunter das Arbeiten mit einem gebuchten Model, Kundenkommunikation und eben auch fotografieren mit der Fachkamera auf Großformatfilm. Was uns damals nicht ganz so klar war - wo lassen wir den Film entwickeln?
Als wir gemeinsam durch die alten Gassen des jüdischen Viertels in Budapest zogen, viel mir auf, wie weit wir Berufsfotografen uns doch von der eigentlichen Fotografie entfernt haben. Viele haben den Zeigefinger am Auslöser quasi durchgedrückt, in der Hoffnung, dass unter den 12.000 Bildern irgendwas brauchbares dabei sein wird - naja und wenn nicht, dann haut man eben mal schnell einen Filter in Photoshop drüber - wird schon irgendwie passen. Das hat nichts mehr mit Fotografie zu tun!
So, und was hat das ganze mit meinem Fotolabor zu tun? Ich hatte solchen Spaß daran wieder Fotografie als das zu betreiben, was sie eigentlich ist, ein Handwerk! Aus diesem Grund hab ich neben der beruflichen Fotografie (keine Angst, ich arbeite noch digital) wieder damit begonnen über Bilder, mögliche Motive, Szenarien, Licht und Schatten nachzudenken bevor ich den Auslöser drücke und selbst nach so vielen Jahren bin ich immer noch verzaubert, wenn ein Bild durch leichte Kippbewegung unterm Rotlicht auftaucht.
Ich freue mich einfach riesig wenn ich merke wie sehr das arbeiten in der Dunkelkammer auch Schulprakikanten fasziniert.
Mein Studio heute: Ein Ort für eure Projekte
Heute ist das Office mehr als nur ein Arbeitsplatz – es ist ein Ort zum kreativ sein, zum wohlfühlen und zum konzentriert Arbeiten:
Kundenberatung: Eine tolle Atmosphäre in der wir gemeinsam eure Visionen besprechen und konzeptionell Shootings planen-
Tabletop-Studio: Der perfekte Platz für professionelle Produktfotografie.
Porträt- & Imagebereich: Mit verschiedenen Backdrops schaffe ich hier den passenden Rahmen für moderne Business-Porträts und aussagekräftige Bewerbungsaufnahmen.
Vom ersten Hammerschlag 2012 bis heute hat sich viel verändert, aber eines ist geblieben: Die Freude daran, in Hattersheim kreative Lösungen für meine Kunden zu finden.
Kommt mich gerne mal besuchen!

NICE